Unter dem Titel „Kommunikation wertschätzend und konstruktiv gestalten“ kamen zwölf Akteur*innen aus den AGSA-Mitglieds- und Partnerorganisationen am 13. Dezember zu einem Workshop im einewelt haus zusammen. Das AGSA-Projekt „IKOE – Interkulturelle Orientierung und Öffnung.Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt“ organisierte diesen im Rahmen der Weiterbildungsreihe „Was uns stärkt! Tools und Skills für freiwilliges Engagement“.
Im Mittelpunkt der dreistündigen Veranstaltung stand die zentrale Frage: Wie können wir mit Konflikt- und Streitsituationen besser umgehen und gleichzeitig konstruktiv miteinander in Kontakt bleiben?
„Indem wir aktiv zuhören und nicht bewerten, können wir es schaffen zunächst die Bedürfnisse des Gegenübers wahrzunehmen. Dadurch fühlt sich dieser gehört und verschließt sich nicht dem Gespräch“, erklärt der Referent Konrad Neuffer den ersten Schritt.
Doch eine wertschätzende Kommunikation beinhaltet darüber hinaus noch viel mehr, u.a.:
- mit der eigenen Meinung zurückhaltend umzugehen
- bei Unklarheiten nachzufragen
- Pausen auszuhalten
- Geduld zu haben
- den Sprechenden ausreden zu lassen
- auf die eigenen Gefühle zu achten
- sich durch Vorwürfe und Kritik nicht aus der Ruhe bringen zu lassen
und vor allem zu lernen: Zuhören heißt nicht gutheißen!
Der Workshop gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit und den Raum, in verschiedenen Übungen die mitgegebenen Tipps und Fragetechniken, wie zum Beispiel zirkuläres Fragen, zu erproben. Neben dem praktischen Input durfte natürlich auch ein wenig Kommunikationstheorie nicht fehlen. So half das Kommunikationsmodell „Vier Seiten einer Nachricht“ von Friedemann Schulz von Thun dabei, zu analysieren wie es zu Missverständnissen und Konflikten kommen kann.
„Es waren drei intensive Stunden mit guten ehrlichen Gesprächen und vielen praktischen Übungen. Besonders gut gefallen hat mir, dass wir uns innerhalb der Gruppe zu selbst erfahrenen Herausforderungen austauschen und Lösungsansätze entwickeln konnten.“, lautete das Fazit einer Teilnehmerin am Ende der Veranstaltung.
Am 9. Januar, 16.30 bis 19.30 setzt die AGSA-Workshopreihe im einewelt haus fort mit dem Thema „Wissensmanagement im Verein. - Wie kann Wissen im Verein optimal genutzt und weitergegeben werden?“
Foto: @Manja Lorenz