Das dritte Modul der IKOE-Trainer*innen-Qualifizierung am 1. und 2. März 2019 im einewelt haus Magdeburg beschäftigte sich mit dem Thema "Change Management: Veränderungsprozesse erkennen und begleiten". Vor dem Hintergrund einer immer komplexeren Arbeitswelt, ist die Aufgabe der zukünftigen systemischen Organisationsberater*innen von zentraler Bedeutung, insbesondere im interkulturellen Kontext.
Referentin Antje Strahl, interkulturelle Beraterin und Coach, schärfte zunächst den Blick für die systemischen Zusammenhänge in einer Organisation und führte anhand von Übungen und Praxisbeispielen methodenreich, anschaulich und praxisnah durch die Veranstaltung.
Am Anfang jedes Veränderungsprozesses steht das gemeinsame Zielbild. Vom "Sinnstifter" über den "Moderator" bis hin zur "unsichtbaren Frau“ oder zum „unsichtbaren Mann" bedarf es in den verschiedenen Phasen der Veränderung unterschiedlicher Rollen in der professionellen Begleitung in Change-Prozessen.
Die von den Teilnehmenden mitgebrachten „Settings“ lieferten Beispiele in der Auseinandersetzung mit eigenen Veränderungsthemen und Projekten, z. B. im Übergangsmanagement, der Interkulturellen Orientierung im Bereich Arbeitsvermittlung oder Schulwesen. Die Teilnehmenden konnten somit anhand ihrer Praxisbeispiele geeignete Rollen und (Austausch-)Formate entwickeln. „Die Widerstände ‚besprechbar‘ zu machen und die zu erwartenden Befürchtungen der Organisationsmitglieder aufzufangen, sei die größte Herausforderung“, so Strahl.
Die Teilnehmenden lernten, wie "Irritationen" und eine "aktiv gelebte Fehler-Kommunikation" zur Organisationsentwicklung beitragen können und nachhaltige Neuerungen nur zu erzielen sind, wenn sich der Sinn und Nutzen des Veränderungsprojekts allen Beteiligten erschließt.
Hintergrund:
Die Trainer*innen-Qualifizierung besteht aus fünf weiteren Modulen, die bis 2020 vom AGSA-Projekt „Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt.“ für Interkulturelle Trainer*innen und Berater*innen angeboten werden. Die Weiterbildung baut auf den Grundlagen zu Theorien der Interkulturellen Orientierung und Öffnung, Diversity Management sowie Methoden der Erwachsenenbildung auf und befähigt zur Begleitung von interkulturellen Öffnungsprozessen in Verwaltung und Bildungsinstitutionen.
Die Trainer*innenqualifizierung ist ein Angebot des Projekts IKOE „Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt.“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA).
Einen Einblick in die Inhalte der Aufbauqualifizierung gibt der
>> Trailer "Qualifizierung für interkulturelle Trainer*innen 2018-2020"
Weiterführende Informationen erhalten Sie bei Verena Redemann, Mitarbeiterin für Interkulturelle und politische Bildungsarbeit des IKOE-Projekts (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel.: 0391 5371-241).
Veranstaltungstipp:
Einen Fachaustausch zum Thema „Schulentwicklungsprozesse gesund gestalten“ bietet das AGSA-Projekt IKOE in einem Diskussionsforum für Akteur*innen aus dem System Schule, insbesondere Führungskräfte, Schulleiter*innen, Projektleiter*innen, Bildungskoordinator*innen und Multiplikator*innen im schulischen Bildungswesen am 12.04.19 von 16.00 – 19.00 Uhr im einewelt haus Magdeburg an.
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