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DSC00455Am 29. und 30. März 2019 trafen sich Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Interkulturelle Trainer*innen, Vertreter*innen mehrsprachiger Kitas sowie des Netzwerks "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" im Bildungs- und Freizeitzentrum Wolmirstedt, um der Frage nachzugehen, wie interkulturelle Bildung an Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt umgesetzt werden kann. Ein Rückblick:

Auftakt des 1,5-tägigen Workshop "System Schule. Veränderung gestalten." bildete das einstündige Podiumsgespräch mit der stellvertretenden Schulleiterin Dr. Antje Reuleke des Internationalen Stiftungsgymnasiums in Magdeburg.
.Es wurden viele Fragen zum Konzept und der dahinter liegenden Idee eines fächerübergreifenden, mehrsprachigen Unterrichts gestellt. "Sicher haben nicht alle Schulen die gleichen Voraussetzungen. Wir haben das Glück mit einem interdisziplinären Team, unsere Vision von Anfang an umsetzen zu können." so die stellvertretende Schulleiterin.
"Ich habe viele Anregungen mitnehmen können und habe gleich an einem neuen Projektkonzept geschrieben", so eine Schulsozialarbeiterin aus dem Altmarkkreis Salzwedel. Nach dem Motto "Ich sehe dich, ich respektiere dich." komme es vor allem darauf an Beziehungsarbeit zwischen Lehrer*innen, Schüler*innen aber auch Eltern zu leisten vor dem Hintergrund eines an unserer Schule klar kommunizierten Wertesystems, betonte Frau Reuleke abschließend.
Am darauffolgenden Tag setzten sich die Teilnehmer*innen innerhalb drei Workshops mit den Fragen auseinander, wie interkulturelle Elternarbeit gestaltet, wie ein Bewusstsein für Diversität vermittelt und interkulturelle Bildungsarbeit an Schulen geleistet werden kann.
Nach diesem Wochenende waren sich alle einig. Interkulturelle Kompetenz zeichnet sich durch eine wertschätzende Haltung, selbstreflektierte Kommunikation, Konfliktgestaltung und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und Empathie aus. "Ich habe das Gefühl, dass ich nicht die einzige bin, der das Thema wichtig ist. Denn insbesondere im Ländlichen meinen viele, sich nicht damit auseinandersetzen zu müssen." so eine Schulsozialarbeitern. Eine Lehrerin aus Genthin resümierte "Trotz meiner langjährigen Berufserfahrung, konnte ich vieles mitnehmen. Besonders bereichernd empfand ich den Austausch mit den Beteiligten."

"Uns als Veranstalter wurde deutlich, dass der interkulturelle Entwicklungsprozess an Schulen, aber auch Kitas einer professionellen Unterstützung und langfristigen Begleitung bedarf", so Redemann. "Denn Vielfalt ist Normalität, jedoch nicht der reflektierte Umgang mit ihr. Andersartigkeit als Potential unabhängig von nationaler und sozialer Herkunft, Geschlecht, Religion, Alter oder Namen wahrzunehmen, das ist die tägliche Aufgabe pädagogischer Fachkräfte."
Der Workshop wurde im Rahmen der interkulturellen und politischen Bildungsarbeit im Projekt IKOE "Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt." der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) e.V. angeboten. Ansprechpartnerin ist Projetmitarbeiterin Verena Redemann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Foto: Veranstalter (AGSA)