Am 12. April 2019 lud das AGSA-Projekt „IKOE" erstmalig zum Fachaustausch für Führungskräfte in das einewelt haus Magdeburg ein. Dabei eröffneten sich 15 unterschiedliche Perspektiven auf das Thema „Schulentwicklungsprozesse gesund gestalten“. Von Grundschule bis Gymnasium, von Schönebeck bis Stendal reichte dabei das Spektrum der beteiligten Schulformen und Regionen der Akteur*innen.
Nach kurzen Impulsen zum Konzept der Salutogenese und seiner Bedeutung für Organisations- und Personalentwicklungsprozesse durch Susanne Poppe-Oehlmann, Referatsleiterin Gesundheit und Suchtprävention im Landesinstitut für Schule Bremen, gab es Anlass für Gespräche und Fragen wie diese: Wie kann ich meine Kolleg*innen aber auch mich als Schulleitung trotz hohem Krankenstand und Unterrichtsausfall entlasten und trotzdem das Schulalltagsgeschäft am Laufen halten? Wo liegen meine persönlichen Grenzen und wo macht es für mich Sinn zu investieren? Welche Schätze kann ich bergen und was haben wir schon geschafft?
Anhand eines von einem Grundschulleiter Herr Jan-Erik Meyer spontan vorgestellten Fallbeispiels wurden in einer kollektiven Beratung gemeinsam Lösungswege entwickelt. „Das war der Grund, warum ich heute hier bin und nun nehme ich einen Rucksack voller Ideen mit“, äußerte sich zufrieden der Magdeburger Schulleiter. Weitere Veränderungsthemen waren beispielsweise Schulfusionen oder die Begleitung von Quereinsteiger*innen.
Dabei waren sich die Schulsozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, (stellvertretenden) Schulleiter*innen, Vertreter*innen aus den Bereichen Gesundheitsmanagement und Lehramtsausbildung, sowie Projektmitarbeiter*innen in einem einig, Gesundheitsförderung und Prävention an Schulen, das ist ein langfristiger stetig zu begleitender Prozess, der einer dialogischen Kommunikation sowie Verantwortung bedarf. "Diese Alltagskompetenz und somit ein Gespür dafür zu entwickeln, was in der jeweiligen Situation Sinn macht und damit auch gesund für das (Schul-)Klima ist, das mache professionelles Schulleitungshandeln aus", so die Referentin Frau Poppe-Oehlmann. Dabei betonte sie, wie wichtig das Verstehen der Bedürfnisse, Befürchtungen und Beweggründe anderer sei und wie entscheidend der Blick auf Ressourcen und die Rolle der Führung.
„Im Projekt unterstützen wir interkulturelle Öffnungsprozesse an Schulen, die aber nur gelingen können, wenn die Voraussetzungen stimmen“, so Redemann. Ihr abschließendes Resümee: „Die Resonanz hat gezeigt, dass vielen das Thema Gesundheit in der Schule am Herzen liegt und wie hoch der Bedarf an Prozessberatung und dem schulübergreifenden Austausch zu Schulentwicklungsthemen ist.“