Vom 09. bis 11.03.2020 hatte das Aus-und Fortbildungsinstitut des Landes Sachsen-Anhalt (AFI) in Kooperation mit der AGSA e.V. im Rahmen des Projekts IKOE – Interkulturelle Orientierung und Öffnung fünfzehn Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen der Landesverwaltung zu einer dreitägigen interkulturellen Weiterbildung in das Ministerium für Inneres und Sport in Magdeburg eingeladen.
In der interaktiven Fortbildung wechselten die Teilnehmenden gemeinsam ihre Perspektiven, um Mechanismen von Vorurteilen, Voreingenommenheit und Ausgrenzung verstehen zu lernen. Hierfür arbeiteten sie gemeinsam auch an der Aufdeckung von nicht sichtbaren kooperationsstörenden Gewohnheiten, Wahrnehmungsmustern und einhergehender Stereotypenbildung.
Auf Stereotypisierungen und die langfristig nicht hilfreiche Vermittlung von „Dos and Don’ts“ spezifischer Nationen wurde dabei verzichtet. Vielmehr lud die Referentin Katja Paulke die Teilnehmer*innen zu einem kritischen Blick auf die eigene Definition von Kultur und Werten sowie damit verbundenen eigenen Erfahrungen und Einstellungen ein.
Die Diskussionen von möglichen Vorurteilen in diesem Zusammenhang waren Grundlage möglicher Strategien und Argumente für eine demokratische und weltoffene Willkommens- und Anerkennungskultur. Hierbei wurde in den drei Tagen auch an den Kommunikations- und Konfliktkompetenzen gearbeitet, um in Zukunft noch besser in herausfordernden Situationen reagieren zu können.
Doch ohne ein offenes und vertrauliches Gesprächs- und Diskussionsklima wäre die Veranstaltung bei weitem nicht so erfolgreich gewesen. Besonders die Offenheit und der Lern- und Veränderungswille der Teilnehmenden schafften ein konstruktives Arbeitsklima und einen einzigartigen bereichsübergreifenden Austausch.
Autorin: AGSA-Mitarbeiterin und Referentin der Veranstaltung Katja Paulke
Foto: Symbolbild