Film und Zeitzeugengespräch um 19.00 Uhr im Kleinkunstraum. Veranstaltung zum Gedenken an die Deportation der Magdeburger Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am 01. März 1943.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Unser Weg zwischen Vergangenheit und Zukunft“ und in Zusammenarbeit mit dem AJZ Dessau (Film) laden der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V., Romano Drom e.V. und AGSA e.V. zur Filmpremiere und anschließendem Gespräch mit Siegfried Heilig und Franz Rosenbach
„Meine Großmutter hat mir das Leben gerettet!“
Franz Rosenbach überlebte das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie die Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora. Kurz vor Kriegsende wurde er auf einen der berüchtigten Todesmärsche getrieben. In Oranienbaum gelang ihm die Flucht. Die erste Zeit nach der Befreiung verbrachte der damals 17jährige in Sollnitz bei Dessau. Viele seiner Verwandten, darunter seine Eltern, überlebten den Völkermord an den Sinti und Roma nicht. Franz Rosenbach legt seit vielen Jahren Zeugnis ab.
Siegfried Heilig, Jahrgang 1934, wuchs in Magdeburg auf. Dank seiner Großmutter Anna Heilig entkam er mit seinen Eltern und Geschwistern der Deportation der Sinti und Roma aus Magdeburg nach Auschwitz-Birkenau am 1. März 1943. Anna Heilig wurde in Auschwitz-Birkenau ermordet.
Moderation: Jana Müller, AJZ Dessau, Musikalischer Rahmen: „Oriental“ Roma-Musik aus Magdeburg
Kontakt: Frauke Sonnenburg, Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V., Tel. 0391-5371-281
Eintritt frei