Alljährlich am 8. März laden die Vereine des einewelt hauses Magdeburgerinnen aus aller Welt zur Party ein. Der Internationale Frauentag gibt den Anlass für die kultur-, geschlechter- und generationenübergreifende Veranstaltung.
Begrüßung: Krzysztof Blau, Vorstandsvorsitzender AGSA e.V.
Musikalisches Programm: Kindermusikstudio Meridian / Tanz, Gesang & Klavier, Madina Saitova / Gitarre, Domenic Haack / Tanz
*Interviews: Elena Klein / Meridian e.V., Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Bianka Mopita / Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V., Zoia Haack / Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., Gruppe der Bürger aus Bulgarien
Disko: DJane Marsmädchen / Reggae, Polka, Balkanbeats
Zu Gast waren etwa 70 Gäste. Neben zahlreichen neuen Gesichtern und treuem "Frauentagsstammpublikum" waren das VertreterInnen aus den Vereinen des Hauses, der Freiwilligendienste: EFD, FSJ-Politik, BFD, der Hoffnungsgemeinde und des Uni-Netzwerks für internationale Doktoranden.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „Mittendrin 2013“ der AGSA statt mit freundlicher Unterstützung durch die Integrationsbeauftragte des Landes und das Sozial- und Wohnungsamt Magdeburg.
*Zu Wort kamen Frauen, die sich besonders für die Arbeit ihres Verein engagieren und das Profil des Hauses mitprägen.
Elena Klein von den Vereinen Meridian und Landsmannschaft der Deutschen aus Russland sorgt mit ihrem Ehemann Nikolas Klein und einer handvoll MitarbeiterInnen (zumeist ehrenamtlicher) dafür, ein umfangreiches regelmäßiges Kursangebot für Sprache, Kunst, Kultur und Sport für jung und alt unabhängig der kulturellen Herkunft auf die Beine zu stellen. Resümee: Es gibt frauenspezifische Angebote wie z.B. der bald beginnende Sprachkurs für russlanddeutsche Seniorinnen. Aber auch jenseits geschlechtsspezifisch ausgerichteter Angebote hat sie im Vereinsalltag überwiegend mit Frauen zu tun hat – ratsuchende Klienten wie auch aktive Vereinsmitstreiter seien überwiegend weiblich.
Bianka Mopita hat sich seit Bestehen des Hauses 1996 lange Zeit ebenfalls rein ehrenamtlich für die Belange von Flüchtlingen eingesetzt. Seit 2005 ist sie Mitarbeiterin im Flüchtlingsrat und kümmert sich im Rahmen des EFF-Projekts „Rechte und Angebote für Flüchtlinge stärken“ um die Verbesserung der Situation von Flüchtlingsfrauen bzw. bietet Unterstützung in sozialrechtlichen bis medizinischen Belangen, wenn bspw. die Diagnose HIV positiv gestellt wurde.
Zoia Haack ist ebenfalls dem Haus sehr eng verbunden. Die gebürtige Bulgarin absolviert derzeit einen Bundesfreiwilligendienst in der Geschäftsstelle der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Dort unterstützt sie die Vereinskorrespondenz und die Öffentlichkeitsarbeit. Ehrenamtlich ist sie gerade dabei, eine Nachfolgeorganisation der 2012 aufgelösten Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft aufzubauen. „Die Gruppe der Bürger aus Bulgarien“ – übrigens momentan (noch?) überwiegend weiblich - hat gerade mit einem Fest zum Marteniza den Frühling eingeläutet, von dem Zoia noch die glücksbringenden rot-weißen Bändchen mitbrachte und den Frauen um Hand oder Hals band.