FLUCHT IST KEIN VERBRECHEN. ASYL EIN MENSCHENRECHT
Am 20. Juni 2013 begeht der „Runde Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit in Sachsen-Anhalt" (RT) sein 20 jähriges Jubiläum. Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des DGB-Landesverbandes Sachsen-Anhalt, der christlichen Kirchen und der Synagogengemeinde zu Magdeburg. Der Runde Tisch ist das älteste Netzwerk für Ausländerfreundlichkeit, Toleranz und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt. Gründungsanlässe waren ausländerfeindlicher Vorfälle im Land und die Asylpolitik in den neunziger Jahren.
Unter dem Motto „Flucht ist kein Verbrechen – Asyl ein Menschenrecht" findet am 20.06. von 17:30 Uhr - 20:00 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Altstadtgemeinde, Neustädterstraße 6 in Magdeburg die Jubiläumsveranstaltung statt.
Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden des RT und einem Grußwort des Landtagspräsidenten erinnert Frau Ha vom Deutsch-Vietnamesischen Freundschaftsverein an die Lebenssituation vietnamesischer Menschen Mitte der 90-er Jahre. Oberkirchenrat Thorsten Leißer wird zum Motto der Veranstaltung „Flucht ist kein Verbrechen" reden, sich auch mit der aktuellen Integrations- und Flüchtlingspolitik auseinandersetzen.
Eine Präsentation, die als Projekt im Rahmen des FSJ-Politik entstand, wird an die Akteure der Gründungszeit und die gesellschaftliche Realtät dieser Jahre erinnern. Künstlerische Beiträge, die Möglichkeit zu Gesprächen und Gedankenaustausch runden die Veranstaltung ab.
Hintergrund:
Der Runde Tisch organisiert seine Arbeitssitzungen in Landkreisen oder kreisfreien Städten als Anhörungen zu aktuellen Problemen des Umgangs mit und der Unterbringung von Flüchtlingen. Zugleich gilt es, sich ein Bild von der Lebenssituation von MigrantInnen und der Gestaltung der Integration vor Ort zu verschaffen. Ziel dieser Arbeitstreffen ist es, positive Impulse in die Öffentlichkeit zu geben, Defizite wahrzunehmen und die praktische Lösung von Problemen beratend zu begleiten.
Der Runde Tisch steht unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt, Detlef Gürth.