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int preis 13Das Kooperationsprojekt Netzwerk Interkulturelle Öffnung/Bildung in Sachsen-Anhalt - Fortbildungsservice für Kommunen hat in der Kategorie „Willkommenskultur gestalten" den 2. Platz belegt. Das in Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts aktive Projekt ist damit für die beispielhafte Entwicklung und Umsetzung von Workshopmodulen zur interkulturellen Öffnung in Verwaltung im Burgenlandkreis in den Jahren 2012/ 2013 geehrt worden.

Das Netzwerk Interkulturelle Öffnung/Bildung in Sachsen-Anhalt - Fortbildungsservice für Kommunen wird von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. / Trägerin des einewelt haus in Magdeburg und der Deutschen Angestellten-Akademie in Halberstadt getragen.

Es widmet sich der Stärkung interkultureller Kompetenzen bei Kommunalbediensteten, anderen Behörden und Fortbildungsinstitutionen. Das Projekt folgt der Grundüberzeugung, dass Integration kein einseitiger Prozess ist, sondern auch des Umdenkens und stetigen Wandels der aufnehmenden Gesellschaft bedarf. Das 2009 von der Landesregierung Sachsen-Anhalt beschlossene Aktionsprogramm Integration sieht für diesen Prozess der interkulturellen Öffnung und Stärkung auch die Verwaltungen in der Pflicht. Neben dem Ausbau der Mitarbeiterzahl von Menschen mit Migrationshintergrund soll der Prozess der interkulturellen Bildung und Öffnung auch durch kontinuierlich begleitende Schulungsmaßnahmen gestaltet werden.

"Willkommenskultur ist nicht die Produktion von Hochglanzbroschüren", leitet Sozialminister Norbert Bischoff die Laudatio ein, "es ist die Entwicklung einer Haltung in öffentlicher Verwaltung und kommunalen Strukturen, zu Willkommensbehörden werden zu wollen, die Menschen unabhängig ihrer kulturellen Herkunft gleiche Teilhabechancen gewähren."

Dort setzte das Netzwerk Interkulturelle Öffnung/Bildung Sachsen-Anhalt – Fortbildungsservice für Kommunen seit seinem Bestehen 2010 an.

Landesweit bietet es interkulturelle Trainings, Fortbildungen und fachliche Veranstaltungen an. Als Trainer agieren in gleichberechtigter „Doppelspitze" Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Die Trainings zielen darauf ab, Beschäftigte in Verwaltungen für gelebte Vielfalt zu sensibilisieren. Die beratenden und sozialen Kompetenzen der Teilnehmenden werden um interkulturelle Kompetenzen erweitert, individuelle Fallbeispiele aus der Beratungspraxis gemeinsam in der Gruppe bearbeitet.

Projektleiter Konstantin Müller von der Auslandsgesellschaft hat die Workshop-Eindrücke angehender Verwaltungsfachangestellter festgehalten:
„Es hat mir etwas gebracht, meinen Blick zu öffnen gegenüber anderen Kulturen" ist auf den Moderationskärtchen zu lesen oder „Vorurteile darf ich haben, wenn ich den Mut habe, diese in Frage zu stellen", auf manchen auch ganz konkrete Vorhaben für die zukünftige Beratungspraxis „Ich werde ab heute die Frage ‚Wo kommst du her?' in den Mülleimer werfen."

Eine wiederkehrende Herausforderung ist es, Interkulturelle Bildung systematisch zu etablieren und regelmäßige Angebote zu schaffen. Im Burgenlandkreis hat das Projekt mit der Integrationskoordinatorin Frau Firmthaler-Ködel eine engagierte Partnerin, die genau dies möglich machte. Dank der kontinuierlichen Zusammenarbeit gelang im Zeitraum Juli 2012 bis September 2013 die Umsetzung individuell abgestimmter Tagestrainings für Verwaltungsangestellte der Kreisverwaltung Burgenlandkreis und für Auszubildende Verwaltungsfachangestellte in den Berufsbildenden Schulen Burgenlandkreis am Standort Weißenfels. Für den fachlichen Austausch sorgte die 2. Integrationskonferenz im Burgenlandkreis, zu der Fachöffentlichkeit, Multiplikatoren und Netzwerkvertreter in Bad Kösen an einen Tisch kamen.
Das Netzwerk Interkulturelle Öffnung/Bildung in Sachsen-Anhalt - Fortbildungsservice für Kommunen ist ein bis Ende 2014 laufendes dreijähriges Projekt, gefördert vom Europäischen Integrationsfonds, von der Integrationsbeauftragten der Landesregierung und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Die Preisträger im Überblick:

Kategorie I – Willkommenskultur gestalten
Platz 1: Martin-Luther-Universität Halle - Projekt „International Engagiert Studiert"
Platz 2: Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. / Integrationskoordinatorin Burgenlandkreis – Projekt „Netzwerk Interkulturelle Bildung / Interkulturelle Öffnung – Fortbildungsservice für Kommunen"

Kategorie II – Sich begegnen – Brücken bauen
Platz 1: Wernigeröder Interkulturelles Netzwerk e.V. – WIN
Platz 2: Band M.I.R. (Made in Russia), Magdeburg – Projekt „Bildung ist cool"

Kategorie III – Vielfalt lernen von Anfang an
Platz 1: Ev.-reformierte Petrigemeinde, Burg – Projekt „Kinderclub International"

Sonderpreis
Evangelische Hoffnungsgemeinde, Magdeburg – Café Krähe: Begegnungs- und Kreativcafé für Geflüchtete, Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte