Zu einer gemeinsamen Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentags 2014 luden die Vereine Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, Meridian und Deutsch-Bulgarische Soziokulturelle Vereinigung in den Saal des einewelt hauses ein. Ca. 100 Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche feierten am 8. März gemeinsam den erstmals 1909 in den USA als Protestform für das Frauenstimmrecht initiierten Tag.
In Deutschland wurde er erstmals 1911 auf Bestreben von Clara Zetkin im Rahmen der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz begangen.
Um 18.00 Uhr startete der Verein Meridian e.V. mit der Vernissage der Kunstmalerin Ina Berman. "Magdeburg aus anderer Perspektive" heißt das Thema der Ausstellung, die in Acryl, Aquarell und Fotografie bekannte Ecken Magdeburgs teils nur minimaler Perspektivänderungen unterzogen hat. Die Motive haben einen hohen Wiedererkennungswert bei gleichzeitiger Irritation und Überraschung, die den Betrachter dazu einladen, zukünftig mit wacherem Blick und anderen Augen durch seine Heimatstadt zu gehen. Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte Martin Müller auf dem Akkordeon.
Den zweiten Teil des Abends, die Frauentagsfeier mit der Deutsch-Bulgarischen Soziokulturellen Vereinigung eröffnete das „Kleine Tanzatelier“ um Denitza Brüser.
Manja Lorenz von der AGSA las zur Begrüßung einen Text der Kolumnistin Sibylle Berg, in dem sie die Frauen anlässlich des letztjährigen Frauentages u.a. aufrief "einfach mal recht (zu) haben oder es (zu) behaupten und sich nicht für die Anwesenheit auf diesem Planeten (zu) entschuldigen." Elena Klein, Meridian e.V. grüßte mit den Gedichten „Von vier Uhr bis sieben“ von Marina Zwetajewa und „Du sollst glücklich sein“ von Rosa Pflug. Milena Konstantinova, Vorsitzende der Deutsch-Bulgarischen Soziokulturellen Vereinigung, unternahm eine kleine Reise in die Historie des Internationalen Frauentags und seine Bedeutung als Kampftag für die Gleichstellung der Frau bzw. gegen Benachteiligung und Diskriminierung weltweit – vorrangig jedoch in den ehemals sozialistischen Ländern.
Anschließend wurden die eine Woche zuvor liebevoll gebastelten Martenizi verteilt. In der ersten Märzwoche ist es in Bulgarien Brauch, aus roter und weißer Wolle Ketten, Armbänder, kleine Stofffiguren etc. zu basteln und als Glücksbringer zu verschenken. Diese trägt man so lange bei sich, bis man das erste Frühlingszeichen sieht - etwa einen Storch, eine Schwalbe oder einen blühenden Strauch.
Nachdem sich das Publikum am Büffet stärken konnte, ging es weiter mit Tanz und Modenshow. Designerin Galina Kelle erklärte die Bedeutung der klassischen Trachtenkleidung die die Frauen der Tanzgruppen "Bulgarische Rose" und "Luda Mlado" präsentierten.
DJ Jens führte als Moderator durch den zweiten Teil des Abends und sorgte anschließend mit Diskomusik aus den Siebzigern bis heute auf der Tanzfläche für ausgelassene Stimmung bis in die tiefe Nacht hinein.
Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden und das Publikum – Ihr ward toll!!!
Fotoalbum zur Veranstaltung