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wft1 webMohamed O. ist Ägypter, hat den Arabischen Frühling als Mitglied der liberalen Jugendbewegung 6. April miterlebt. Die Gruppe organisierte den Protest gegen Diktator Husni Mubarak und wurde 2011 für den Friedensnobelpreis nominiert. 2013 demonstrierte sie gegen die Muslimbrüder und Präsident Mohammed Mursi. Doch nach deren Sturz kam mit dem Militär erneut ein repressives Regime an die
Macht. Funktionäre der Bewegung 6. April wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, die Bewegung letztes Jahr schließlich für illegal erklärt.
Mohamed musste fliehen, lebt und arbeitet heute als Sozialbetreuer für Geflüchtete in Leipzig. 

Eine Veranstaltung der AGSA, des Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt und des AK Antirassimus Magdeburg zum 15. Weltflüchtlingstag mit freundlicher Unterstützung durch die Integrationsbeauftragte der Landesregierung und das Sozial- und Wohnungsamt Magdeburg im Rahmen des Projekts "Interkultur vor 2015".

Eintritt frei.

Hintergrund:

Zum 15. Mal jährt sich am 20. Juni der 2001 von der UN ausgerufene Weltflüchtlingstag. Es ist auch der Tag, an dem der UNHCR die aktuellen Weltflüchtlingszahlen veröffentlicht.
Durch Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen in vielen Regionen der Welt sind über 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Die meisten Menschen - momentan überwiegend aus Syrien, Irak, Südsudan und Nigeria, flüchten innerhalb ihres eigenen Landes und in Anrainerstaaten. 190.000 Menschen mehr als in den Vorjahren stellten 2014 in Ländern der EU einen Asylerstantrag - oftmals nach lebensgefährlicher Fahrt über das Mittelmeer: 1800 Menschen kostete 2015 die - bisher weitestgehend leider alternativlose - Flucht über das Mittelmeer  das Leben. In Europa angekommen, sorgt dann das Dublin-III-System dafür, dass Geflüchtete hin- und hergeschoben werden, nicht zur Ruhe kommen dürfen, immer wieder in Haft oder obdachlos auf der Straße landen. 

Der UNHCR ruft den diesjährigen Weltflüchtlingstag als Tag des Erzählens, Interviewens, Zuhörens aus. Jeder Geflüchtete hat eine eigene Geschichte - Geschichten von Gewalt und Verlust, aber auch von Mut und Hoffnung - so wie die des Mohamed O. aus Ägypten.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, seine Geschichte der Hoffnung, des Bangens und des Kampfes für Demokratie in seinem Heimatland zu hören - bis der Druck des Militärs ihm keine andere Wahl ließ, als zu fliehen. Und auch in Deutschland ist zunächst nicht an ein wirkliches "Ankommen" zu denken....

Freitag, 19. Juni, 18.00 Uhr
einewelt haus | Saal
Schellingstraße 3-4
39104 Magdeburg

Unter www.fluechtlingstag.org hat der UNHCR weitere Geschichten von Flüchtlingen gesammelt.

 

Kontakt:

AGSA e.V.
Manja Lorenz
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0391-5371-207