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Der reich bebilderte Vortrag - mit kleinen prägnanten Anekdoten kurzweilig gestaltet - nimmt uns mit auf den Entwicklungsweg der Samurai vom mittelalterlichen Japan bis in die Neuzeit. Der Vortrag richtet den Blick in besonderem Maß auf die sich über lange Zeitverläufe herausgebildete ganzheitliche Lebens- und Kampf-Philosophie, den Ehrenkodex, die Selbstschau und die Außensicht der Samurai…
Nach einer langen, stabilen und friedlichen Epoche von 250 Jahren wurde Mitte des 19. Jahrhunderts das Tokugawa-Feudalsystem zunehmend fragil, so dass das Tokugawa-Shögunat in Edo (Tokyo) schließlich seine politische Macht dem Tenno (Kaiser) in Kyoto zurückgeben musste. Somit verschwanden die Samurai aus der japanischen Gesellschaft.
Was für eine Denkweise und Gefühlswelt hatten die Samurai in der Tokugawa-Zeit?
Sie lebten nach dem Bushido, dem „Weg des Samurai“. Das Bushido war ein Kodex jener moralischen Grundsätze, welche kämpfende Edelmänner in ihrem Beruf und auch im täglichen Leben beachten sollten.
Wenn man die heutige japanische Gesellschaft oberflächlich betrachtet, bekommt man den Eindruck, dass die Verwestlichung die Traditionen der alten Gesellschaft überdeckt hat.
Aber der Bushido-Geist lebt immer noch. Spätestens in Krisensituationen greifen die Japaner automatisch wieder auf die unterschwelligen gesellschaftlichen und moralischen Normen zurück. Das Bushido war und ist noch immer der bleibende Geist Japans.
Ankündigungstext und Foto: Referent Dr. Kenji Kamino, Hannover
Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. organisiert den Vortragsabend, zu dem alle Interessierten bei freiem Eintritt herzlich eingeladen sind.