„JFF Plus: Online Festivals“ - Japanese Kino on demand (Ganzer Tag)
Die Deutsch-Japanischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt stellt euch gemeinsam mit dem Moritzhof Magdeburg das Japanese Film Festival vor:
Neben einem Klassiker von Meisterregisseur Ozu Yasujirô aus dem Jahr 1952 („The Flavor of Green Tea over Rice“) sind alle Filme des Festivals in den Jahren zwischen 2007 und 2020 entstanden und spiegeln die große Bandbreite und hohe Qualität des japanischen Filmschaffens wider. In der bunten Mischung von vielfach preisgekrönten Filmen, die auch auf internationalen Festivals liefen, wird jeder Zuschauer auf seine Kosten kommen und etwas Passendes für sich entdecken können. Sei es bei schrägen Komödien („Can’t Stop the Dancing“), aufwühlenden Dramen („One Night“), Dokumentationen mit seltenen Einblicken („Tsukiji Wonderland“), phantasievollen Anime (die Kurzfilme der Production I.G) und nicht zuletzt den poetischen und handwerklich überragenden Stop-Motion-Animationsfilmen von Yashiro Takeshi.
Veranstalter des diesjährigen „JFF Plus: Online Festivals“ ist die Japan Foundation, in Deutschland vertreten durch das Japanische Kulturinstitut Köln. Das Festival wurde von der Japan Foundation in Tokyo ins Leben gerufen und bietet Filmfans in aller Welt die wunderbare Gelegenheit, japanische Filme anzuschauen.
Das Streamen der Filme ist kostenlos, für den Zugang ist lediglich eine Anmeldung auf der Webseite des Japanese Film Festival notwendig. Alle Filme sind untertitelt, in der Regel mit englischen Untertiteln (OmeU), einige Filme sind mit deutschen Untertiteln (OmdU) versehen.
Gedenken an die verfolgten und ermordeten Rom*nja und Sint*ezza der Region Magdeburg (Mo. 1 Mär, 2021 16:00 - 17:00)
Vor 78 Jahren, am 1. März 1943, löste die Stadt Magdeburg das sogenannte Zigeunerlager am Holzweg/Silberberg auf. Die Bewohner*innen wurden nach Auschwitz deportiert, wo 340 Sint*izze und Rom*nja ermordet wurden. Das Bündnis gegen Rechts lädt daher ein zum Gedenken am Montag, 1. März 2021, um 16 Uhr an der Namensstele im Florapark (Olvenstedter Graseweg, Fußgängerzugang zum Florapark). Zum Infektionsschutz bitten wir Teilnehmende um die Nutzung einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung und die Wahrung des Mindestabstandes.
Zum Hintergrund
Am 4. März 1935 hatte die Stadtverwaltung Magdeburg die Errichtung eines „Zigeunerlagers“ beschlossen. Ab Mai 1935 mussten hier alle Sint*izze und Rom*nja der Stadt unter widrigen Lebensbedingungen wohnen. Am 1. März 1943 wurde das Lager in einer gemeinsamen Aktion von Gestapo und Polizei aufgelöst. Sämtliche Bewohner*innen wurden verhaftet und mit 10 bis 15 Lastwagen zum Magdeburger Polizeipräsidium gebracht. Weitere Sint*izze und Rom*nja, die nicht im Lager gelebt hatten, wurden von der Polizei gewaltsam aus ihren Wohnungen gezerrt und ebenfalls im Polizeipräsidium inhaftiert. Tags darauf wurden die Inhaftierten zusammen mit Sint*izze und Rom*nja aus der Region vom Güterbahnhof mit dem Zug nach Auschwitz deportiert. Von 470 Deportierten überlebten 340 die Liquidierung des dortigen „Zigeunerlagers“ nicht. Insgesamt fielen dem Porajmos – dem Völkermord an den Sint*izze und Rom*nja im Nationalsozialismus – mindestens 200.000 Menschen zum Opfer.
>> Ankündigung auf der Seite des Bündnis gegen Rechts Magdeburg