„Afrika ist kein Land – Afrika ist ein Kontinent“ (Mo. 22 Sep, 2014 9:00 - Fr. 26 Sep, 2014 10:30)
Vom 22. September 2014 bis 26. September 2014 lädt die Stiftung Evangelische Jugendhilfe jeweils von 09.00 Uhr bis 10.30 Uhr in die Trilinguale Kita Magdeburg, Peter-Paul Straße 34, 39106 Magdeburg zur Projektwoche „Afrika ist kein Land – Afrika ist ein Kontinent“ von und mit den interkulturellen Erzieher*innen und dem Elternteam ein.
Afrika ist kein Land sondern ein vielschichtiger Kontinent, bestehend aus 55 Nationalstaaten in denen über 2000 Sprachen gesprochen werden. Akteur*innen der 5 Workshops für 60 Kinder in der Alterstufe 2,5 bis 6 Jahren sind Erzieher*innen und Eltern, die in Nigeria, Burundi, Algerien und Libyen aufgewachsen sind bzw. sich umfassende Kenntnisse über die Länder angeeignet haben. Ziel ist, den Kindern diese Vielfalt zu vermitteln bzw. Einblick in die Lebenswelt der Eltern und Erzieher*innen zu geben, als sie im Alter der Kindergartenkinder waren. Darüber hinaus wird das Thema Mehrsprachigkeit spielerisch vermittelt, das in vielen Familien der Trilingualen Kita bereits gelebte Praxis ist. Neben der Wissensvermittlung soll Interkultureller Austausch zwischen Eltern, Erzieher*innen und Kindern nachhaltig angeregt werden.
„Blackbox Abschiebung – Geschichten und Bilder von Leuten, die gerne geblieben wären“ (Mi. 24 Sep, 2014 19:00)
Am 24. September 2014 lädt der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. um 19.00 Uhr zu der Lesung und Diskussion mit Miltiadis Oulios und Beate Selders „Blackbox Abschiebung – Geschichten und Bilder von Leuten, die gerne geblieben wären“ ins einewelt haus Magdeburg ein.
Wir leben in einer Welt der erwünschten Mobilität: Indische Informatiker programmieren im Silicon Valley; Frauen aus Osteuropa arbeiten hierzulande im Pflegesektor; Studierende verbringen Auslandssemester in aller Welt. Doch die Mobilität kennt auch eine Schattenseite: Menschen, die in den reichen Staaten des Westens ihr Glück oder Schutz suchen und denen permanent die Abschiebung droht. Doch was heißt das eigentlich, Abschiebung? Miltiadis Oulios entwickelt in seinem Buch "Blackbox Abschiebung" eine Theorie der Abschiebung. Er porträtiert Menschen, die abgeschoben wurden und stellt die Grenzen des Menschenrechtsbegriffs bei der Bekämpfung von Abschiebungen zur kritischen Diskussion. In der anschließenden Diskussion mit Beate Selders und Miltiadis Oulios soll den Fragen nachgegangen werden: Was heißt eigentlich Abschiebung? Was passiert in einem Abschiebegefängnis? Welche rechtlichen und praktischen Mittel und Wege gibt es, Abschiebungen zu verhindern? Sie soll Einblick geben in aktuelle, rechtliche und politische Entwicklungen und Debatten. Miltiadis Oulios ist freier Journalist, arbeitet für den WDR, das Deutschlandradio, die taz, die ZEIT, ist Mitglied des Vereins „Neue Deutsche Medienmacher“ und war Mitglied des antirassistischen Netzwerks „kanak attak“. Beate Selders ist Soziologin und Fachjournalistin für Asyl- und Migrationspolitik. Von 2010 bis 2012 war sie beim Flüchtlingsrat Brandenburg e.V. für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.